Mein Flugziel ist heute, wie schon einige male vorher - Start am Ahorngrat und dann den Gufelstock erreichen.
Am Briefing wurde eine Basis von 3700m versprochen, Gewitter sind am Nachmittag zu erwarten. Der Morgen verging sehr blau, ohne Thermikanzeiger.
Ich konnte am Nachmittag als zweiter starten; am Ahorngrat war der Aufwind
wieder etwas anders platziert als auch schon.
Ohne Höhenverlust konnte ich mich halten und einfliegen. Kein Kondens zeigte
mir die optimale Thermik. Ich brauchte doch einige Zeit, bis ich das regelmässige
Steigen fand. Mit 2400m konnte ich dann abfliegen, Richtung Lachengrat. Dort
konnte ich mich aber nicht halten, stetig bin ich etwas gesunken. Hoffnungslos,
ich flog nun weiter Richtung Schilt. Aber auch dort half kein Wölkli bei
der Suche nach Aufwind, ich kam unter 1800 bei der Holzflue an. Kein Steigen.
Der Flug schien schon zu Ende. Ich machte mich auf den Rückflug Richtung
Kerenzer um dort noch etwas zu fliegen. Da - in den Felsen unter dem Schilt
tönt das Vario doch etwas kräftiger, aber sehr eng. Ich versuche nun
mit richtigen Steilkurven, wie in der Flugschule, im Steigen zu bleiben. Erst
nach einigem Üben gelingt mir dies. Tatsächlich, nach dem Höhenmesser
bin ich 50m gestiegen. Es steigt.
Ich habe den Schilt deutlich überstiegen und bin schon höher als der Gufelstock.
Weiter östlich zeigen nun Wolken besseres Steigen an. Ich lasse nun aber den Gufel rechts liegen, und ziele unter diese schöne Wolke.
Beim Spitzmeilen lüpft es mich recht weiträumig. Nach etwas Geduld sind 3600m erreicht. Ich fliege weiter, Richtung Sardona - P. Segnas. Etwas über Gipfelhöhe komme ich an.
Zum Vorab komme ich so aber nicht mehr. Ich "verlöle" viel Höhe. Aufwind finde ich erst wieder am Fahnenstock. Knapp über diesem Gipfel kann ich wieder stetig Höhe gewinnen. HB 1606 übersteigt mich schnell, obwohl er viel schneller und weiter aussen kreist. Ich bin wieder auf 3600 und fliege nun zum Vorab. Unbemerkt hat sich der Himmel fast vollständig bedeckt. Ein paar Fotos, und weiter zwischen Hausstock und Kärpf hindurch.
Dicktropfiger Regen* prasselt auf den Flieger, ich bin aber schnell durch, Richtung
Flugplatz. Im Endanflug ist es recht böig, erst knapp über der Piste
wird es ruhig.
*Anmerkung des Webmasters: Unser hölnerzernes Schleppflugzeug
blieb trocken ![]()
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Pilot:
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Hans Streuli
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Fotos / Text:
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Hans Streuli
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Flugzeug:
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Datum:
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14.06.2003 |
| Last update: 28.10.2003 | Home |